Zusammenschluss der Narren - Schaustellerbetriebe Wild

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Pressespiegel > Aus dem Leben von Jürgen > 2004
Hersbrucker Zeitung Ausgabe Samstag/Sonntag, 7./8. Februar 2004
Zusammenschluss der Narren
Hersbruck hat einen Faschingsverein: F.G. Närrschbruckia führt ab 2005 den Rummzug durch
Sekt im Sitzungssaal: Die Gründer der "Faschingsgesellschaft Närrschbruckia e.V." (von links) Jürgen Wild, Susanne Bayer, Fördermitglied Wolfgang Plattmeier für die Stadt, Johannes Michl, Vizepräsident Gerhard Kratzer, Präsidentin Monika Zöller, Brunhilde Franz, Finanzministerin Anette Deinzer, Andrea und Norbert Winkler.                                                                   (Foto: D. Seitz)
Hersbruck (dz) - Die Narren haben sich organisiert: 13 begeisterte Jecken gründeten diese Woche die "Faschingsgesellschaft Närrschbruckia e.V.". Und weil auch den bei den Narren die Emmannzipation nicht mehr stoppen ist, steht eine Frau an der Spitze: Monika Zöller, Initiatorin der Gardentanzgruppe "Anne-Mon", wurde einstimmig gewählt.
Eine Tafel im Foyer verweist die Hobbynarren mit einem "Helau" auf  den kleinen Sitzungssaal im zweiten Stock. Auf den Tischen, an denen sonst Stadträte und Ausschüsse debattieren, liegen Luftschlangen zwischen Sektgläsern. Aufnahmeanträge und vorläufige Vereinssatzung lagern akkurat gestabelt nebeneinander. Doch nur ein einziger Fastnacht-Fan erscheint kostümiert: Metzger und Biergartenwirt Gerhard Kratzer hat die rote Kappe auf.
Wer glaubt, die Gründungversammlung eines Faschingsvereins beginne mit einer Polonaise, Musik und Gardetänzerinnen - weit gefehlt. Und auch der Bürgermeister keine launige Büttenrede, sondern begrüßt die Anwesnden  mit den üblichen amtlichen Ermunterungen: "Schon lange streben viele eine Karnevalgesellschaft an. Ich glaube, es  ist etwas gutes auf dem Weg 
gebracht worden. Auch nach den wegbereiteten Worten keine Spur von närrischen Treiben, sondern eine strenge Tagesordnung. Rathaus-Vize-Geschäfts-führerin Elke Neidl verliest die vorbereitete Satzung.
Dann werden Paragraphen verlesen, auseinadergepflückt und geändert: Zahlt ein kinderloses Ehepaar den Beitrag einer Familie? Wie alt muss ein Mitglied sein, um stimmberechtigt zu sein? Ist der Mitgliedsbeitrag zu hoch oder zu niedrig?
Im Raum ist es bereits deutlich wärmer, als sieben Gründungsmitglieder die überarbeitete Satzung unterschreiben. Nun wird ein Wahlausschuss gebildet, um die Obernarren zu ermitteln. Die selbstständige Projekt-Managerin Monika Zöller, organisationserfahren durch Stadtpraktikum und Kommunale Allianz,wird zur Präsidentin gewählt. Sollte ihr das Lachen vergehen, führt der Metzger mit der Narrenkappe die Hersbrucker Spaßmacher an: Gerhard Kratzer wird Vize. Tanzlehrerin Annette Deinzer wird Finanzministerin, Elke Neidl Zeremonienmeisterin. Auch drei Beisitzer sind schnell gefunden, dann stößt das Kabinett der fünften Jahreszeit - immerhin mit Sekt - auf die gerade konstituierte Narrenfreiheit an.
Motto der jungen Jecken: Wir wollen transparent arbeiten, Leute begeistern und viele Mitglieder werben."
In der nächsten Zeit kommt einiges auf die neuen Narren zu, das Treiben will organisiert sein. 2005 gibt der bislang städtische Arbeitskreis die Organisation des Rummzugs an "Närrschbruckia" ab. Dafür kann die schelmische Gemeinschaft noch Mitglieder und Sponsoren gut gebrauchen. Und dann sucht man ja auch noch die Verständigung und Unterstützung der Umland-Narren. Die Happurger sähe man nach wie vor gern beim Rummzug.
Die Fachfrau für das nächste Highlighgt haben die Närrschbruckianer schon gefunden. Anne Schuster hat bereits bei einem oberfränkischen Faschingsverein ein Männerballett trainiert. Fehlt nur noch der Elferrat, der am 11. 11. dem Bürgermeister das Zepter aus der Hand nimmt und bis Aschermittwoch das Rathaus übenimmt. Das wäre mal ein ganz anderer Wechsel in Hersbruck
Ansprechpartner für interessierte Karnevalisten: Gerhard Kratzer und Monika Zöller, Telefon: 09151/907388 oder 0172/7725310.
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